gemerkt "Ich hasse Hausarbeit! Man macht die Betten, man macht den Abwasch - und ein halbes Jahr später fängt man wieder ganz von vorne an." (Joan Rivers)



  Startseite
    der schnöde alltag
    die brut
    beziehungsweise
    gelesen, gesehen, gelästert
    was sonst noch zählt
    ganz sportlich
    die grüne hölle
    kinkerlitzchen
  Über...
  Archiv
  zuletzt (7. januar 2010)
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   18.000 mal hoffnung
   bloesem
   chronicle books blog
   decor8
   eddas leierkasten
   fine little day
   frau...äh...mutti
   Frau Rotkraut
   happy silly
   laufen-mit-diabetes
   oh joy!
   posie gets cozy
   print and pattern
   vorspeisenplatte
   



on my desk 30.11.2008

https://myblog.de/gemerkt

Gratis bloggen bei
myblog.de





hummeln im arsch und bienen im glas

tolle überschrift, ich weiss ;o). aber damit sind die zwei fundamentalen ereignisse des wochenendes sehr treffend charakterisiert.

zuerst die hummeln im arsch: todesmutig hatte ich mich ja für den nachtlauf am freitag angemeldet - die kurze, 6,2 km lange strecke. und wie immer vor wettkämpfen lief ich den ganzen tag ziemlich planlos und aufgeregt umher. fand keine ruhe, maß häufig meinen blutzucker und überlegte, ob ich den ganzen scheiss nicht besser abblasen solle.

aber ich bin dort gewesen. mit dem vorsatz, die 6,2 kilometer durchzulaufen (ohne unterzuckerungsanfall), vielleicht unter 40 minuten zu bleiben? und bitte, bitte ein bisschen schneller zu sein, als mein leicht übergewichtiger, seit jahren untrainierter "kleiner" bruder, der ebenfalls für den lauf gemeldet hatte.

okay. soviel vorab: zwei von den dingen hab ich geschafft. (blutzucker beim start: 198)

ich stand um 22 uhr im pulk von gut 1500 menschen, als mich jemand von hinten umarmte - der gatte meiner besten und ältesten freundin (ein arzt, hurra!). wir plauschten angeregt bis zum startschuss und liefen die ersten 100 meter gemeinsam, bis er davon zog (seine endzeit sollte am ende 31irgendwas sein).

ich lief die erste runde recht locker im gedrängten feld und fand es einfach nur genial. tolle stimmung, super publikum, eine kühle nacht - es hat riesigen spass gemacht, zu laufen.

dann legte ich einen schritt zu. die knie bisschen höher, den schritt etwas weiter und schon ist man ungleich schneller, ohne völlig aus der puste zu geraten. ich fixierte die läufer vor mir und nahm mir vor, alle diejenigen zu überholen, die einen breiteren arsch hatten, als ich selbst. (davon gibt es es nur wenige, denn ich hab eine recht breite hüfte).

ich hatte zwischendurch oft angst, einen unterzuckerungsanfall zu erleiden. meine muskeln schmerzten, das herz klopfte bis zum hals, ich hatte einen total roten, schwitzenden kopf (wie immer, halt) und trotzdem fragte ich mich, ob das jetzt die normalen wettkampffolgen oder aber anzeichen einer unterzuckerung wären. ich erwog, ein plättchen traubenzucker einzuschmeissen und verschob das angesichts der kurzen distanz auf "nach dem zieleinlauf".

am ende wurden die schritte länger und länger, ich flog durch die nacht, besonders, als ich kurz vor dem ziel ein anfeuerndes "SUSAN" zu hören bekam.

von den letzten metern habe ich nichts gesehen oder gehört. ich war im ziel, aufrecht und irgendwas um die 38 minuten - so meinte ich jedenfalls.

ein plättchen traubenzucker und einen schluck gatorade (eklig, supereklig das zeug) später hatte ich einen blutzuckerwert von 154 und radelte zufrieden nach hause.

gestern morgen rief ich dann die ergebnisse bei davengo.com ab und konnte es kaum glauben. vierunddreißig minuten und dreiundvierzig sekunden. zwanzigste meiner altersklasse und 399. insgesamt.

hammer. unglaublich.

ich kann´s noch. und ich bin echt ganz schön schnell - jedenfalls für so eine alte, diabeteskranke trulla, die ihre laufleidenschaft erst jenseits der vierzig entdeckt hat.

mein bruder war übrigens ein winziges bisschen schneller als ich - 33irgendwas. das tat meiner freude jedoch keinen abbruch.

und nun noch kurzer themenwechsel zu den bienen im glas: heute haben wir unseren honig abgefüllt. rund 15 kilo flüssiges gold. tolle ausbeute von nur einem volk.

zur feier des tages waren wir alle beim italiener um die ecke pizza essen und haben uns namen für den honig ausgedacht. von wabe-gold über frühlingslaune bis hin zu golden shower war alles dabei. wir haben selten so viel gelacht.

der honig ist köstlich. wenn wir uns morgen noch an unsere kreativen namensschöpfungen erinnern und auf einen favoriten einigen können, werde ich ein bildchen der ersten etikettierten lage einstellen, versprochen.
21.6.09 22:59
 
s



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung