gemerkt "Ich hasse Hausarbeit! Man macht die Betten, man macht den Abwasch - und ein halbes Jahr später fängt man wieder ganz von vorne an." (Joan Rivers)



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on my desk 30.11.2008

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so war das mit der liebe in 2010

2010 war ein turbulentes, schwieriges und schlimmes jahr, das muss ich nicht noch einmal haben. wenngleich ich die veränderungen, die es mit sich brachte, alle sehr begrüße und willkommen heiße.

aus chaos wächst veränderung, hat mir meine kinesologin im april gesagt und auch wenn ich nicht blindlings jedem esoterischen glauben hinterher renne, so glaube ich doch, das da viel wahres dran ist.

am 1. januar habe ich meinen künftigen ex-mann angesehen und gewußt, dass ich mit diesem menschen nicht weiter zusammenleben möchte. es gab gespräche, tränen, versuche des entzerrens. letztlich hab ich mich so unter druck setzen lassen, dass ich sagte, "wir versuchens noch mal". unseres jüngsten, unserer nachbarin, unseres schönen, bequemen lebens wegen. dabei habe ich mich irgendwie ganz vergessen.

es folgten 13 sitzungen eheberatung, nach denen wir umso heftiger stritten.

dazwischen habe ich mich verliebt (es war im februar/märz). unplanmäßig. in einen sozialarbeiter, der einfach nur "nett" zu mir war, ohne sich im anschluß dafür "feiern" oder "hochleben" zu lassen. das kannte ich gar nicht. war einfach für mich da, reichte mir informationen, unterlagen rein und vermittelte mir kontakte und ansprechpartner. besah sich meine familiären baustellen und zeigte mir 1-3 türen auf.

einerseits fühlte ich mich total schlecht dabei - denn das darf ja gar nicht sein und ist ja ein total abgeschmackter klassiker bei ehekrisen - andererseits fühlte ich mich aber endlich wieder lebendig, ich fühlte wieder etwas. ich war wieder da, nachdem ich in den jahren vorher immer weiter verschwunden war.

natürlich hab ich nix gesagt. es nur einmal der gartenfreundin angedeutet, die schon seit hundert jahren mit diesem menschen befreundet ist. hab meinen kopf auf ihre tischplatte gelegt und gesagt "scheisse, ich glaub ich hab mich verliebt". ich weiss, sagte sie nur und strich mir übers haar.

hab versucht, ihn mir aus dem kopf zu schlagen, nicht dran zu denken, den kontakt zu vermeiden, ihm aus dem weg zu gehen und meine ehe zu retten, obgleich es da im grunde nichts mehr zu retten gab. aber manchmal muss man einfach seinen weg bis zum ende gehen um zu sehen, ob es auch wirklich eine sackgasse ist.

und dann, es war mitte juni, da trafen wir uns wieder, weil meine mutter für ihren verwahrlosten und kranken bruder hilfe brauchte. saß ein stündchen auf meinem balkon, sah mich nicht an und verschwand direkt, nachdem er meiner mutter das prozedere "bestellung eines gesetzlichen betreuers" erläutert hatte.

abends rief ich ihn an, weil er so schnell weg gewesen war, dass ich mich nicht mal bei ihm bedanken konnte und fragte, ob ich ihm dafür nicht ein bier spendieren könnte. und wir trafen uns im biergarten um die ecke nach irgendeinem fußballspiel. und er setzte sich mir gegenüber, nahm meine hand und sagte so wortwörtlich, dass ich alles von ihm haben könne. das hatte ich so nicht erwartet. erhofft vielleicht, aber erwartet nicht.

aber ich wollte keine affäre, sondern erst meine ehe "mit anstand" zu ende bringen. und da sagte er dann, dass er mich jetzt schon 13 jahre im kopf hätte und - wenn es sein muss - auch noch mal 13 jahre auf mich warten würde.

tja. so fing das an.

und irgendwann war es zuende, aber das ist eine andere, traurige geschichte, die ich vielleicht ein andermal erzähle.

ich lebe, ich bin frei, ich atme ein, ich atme aus.

und jetzt gehe ich zu freunden um die ecke zum silvester-basteln. zeit für eine neue girlande ...

ein frohes neues jahr euch allen,
möge euch das leben gewogen sein!
31.12.10 19:07
 



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