gemerkt "Ich hasse Hausarbeit! Man macht die Betten, man macht den Abwasch - und ein halbes Jahr später fängt man wieder ganz von vorne an." (Joan Rivers)



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on my desk 30.11.2008

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april, april

vor achtzehn jahren hatte ich meinen ersten arbeitstag nach fünf monaten mutterschutz (mehr konnte ich mir damals nicht leisten). schweren herzens lies ich mein kind bei meiner mutter zurück und kriegte totale panik, als im autoradio auf dem weg zur arbeit durchgesagt wurde, dass die stadtwerke aufgrund einer trinkwasserverunreinigung davor warnen, säuglingsnahrung mit leitungswasser zuzubereiten. so war denn auch meine erste amtshandlung, zum telefon zu greifen, meine mutter anzurufen und sie davon in kenntnis zu setzen und sie zu bitten, doch beim einkaufen natriumarmes wasser für die babymilch zu besorgen.

meine kolleginnen meinte, das wäre doch garantiert ein aprilscherz. ich konnte echt nicht glauben, dass man mit so einer ernsten geschichte blöde witzchen treibt. und rief dann letztlich einfach die stadtwerke an, um einfach gewissheit zu haben. am anderen ende der leitung ein sehr angesäuerter, aber sehr netter mitarbeiter, der sich fürchterlich über den radiosender aufregte, mich beruhigte und meinte, ich wäre schon mindestens die zwanzigste anruferin.

ich finde aprilscherze blöde.
1.4.10 17:46


tag sechs der freiheit

heute morgen schon um 8 uhr aufgestanden, ein bisschen yoga vor dem frühstück und noch auf nüchternen magen mit kind1 ordentlich rumgezickt. vielleicht fällt der abschied dann ja beiderseits nicht so schwer.

um halb elf zwei botenfahrten und anschließend grosseinkauf in der metro. dabei einen neuen gasherd für die wg bestellt.

und während ich pläne für den nachmittag machte, klingelte die aufgelöste gartenfreundin an der tür. gemeinsam beweinten wir den tod ihres kunden, tranken 2-3 prosecco auf das leben und überhaupt.

jetzt schreibe ich eine to-do-liste und werde anschließend mindestens drei punkte davon streichen bzw. auf die nächste woche verschieben.

heute abend rotwein bei der gartenfreundin.

die zeit vergeht irgendwie viel zu schnell und das leben ist beschissen kurz.
1.4.10 16:04


der fünfte tag

herrlich, morgens aufzuwachen und die ruhe und stille im bett zu genießen. keine anforderungen, keine verpflichtungen - einfach wunderbar.

nachdem ich die ruhe eine stunde lang weidlich ausgekostet hatte, startete ich mit einer halben stunde yoga in den tag. anschließend brötchen geholt und in ruhe gefrühstückt.

dann doch mal ein bisschen hausarbeit verrichtet und angefangen aufzuräumen. hinterherräumen macht keine gute laune, allein es tröstet mich, dass es vielleicht das letzte oder vorletzte mal ist und es mir dann ja egal sein kann, ob kind1 den tisch bekleckerten tisch abwischt, die tür zur abstellkammer zumacht oder einen klebrigen topf vegetarischer raviolo in der stube stehen lässt.

überhaupt bin ich heute nicht besonders gut drauf. mir scheint, die tage rennen mir davon. nur noch drei freie tage (zweieinhalb, wenn man heute den halben tag abzieht), dann kehrt der alltag wieder ein. *seufz*

was mir zu denken gibt ist die tatsache, dass ich hier niemanden und nix vermisse. im gegenteil. nicht mal kind2, den umgänglichen sonnenschein.

so, ich werde jetzt versuchen, die letzten tage zu genießen UND ein paar dinge zu erledigen, die ich mir eigentlich für diese zeit vorgenommen hatte. vielleicht rührt daher auch meine unzufriedenheit. ich hatte mir die tage gedanklich zu voll gepackt und meine to-do-liste ist immer noch ellenlang...

nachtrag:

nachmittags mit meiner mutter und kind1 in der stadt, dabei das ursprüngliche projekt "ich darf mir ein geburtstagsgeschenk aussuchen" drangegeben. relativ hektisch und unter zeitdruck durch die stadt, kind1 bei der fahrschule rausgeschmissen, anschließend zum blumengrossmarkt und in die wg von kind1. zum versöhnlichen abschluss dann wenigstens noch nett beim italiener nebenan gegessen.

mit etwas verspätung (20.30) dann: NATIONALER FERNSEHTAG (grey's hat wieder angefangen!).
31.3.10 13:29


bergfest

am vierten tage erst gar nicht richtig in die gänge gekommen. spät gefrühstückt, noch später drei blümchenkaffee bei der gartenfreundin, anschließend das frisch gestrichene wg-zimmer von kind1 besichtigt.

in ermangelung weiterer farbe zum baumarkt gefahren, die farbe auch gleich binnen 3 stunden an die wand gebracht und erschöpft nach hause, um dann doch gleich wieder loszustarten, weil der freund des gatten nur heute abend zeit hatte, uns beim verlegen des teppichs zu helfen.

21 uhr feierabend, saunagang und jetzt ein bisschen vor dem fernseher abhängen.
30.3.10 22:12


3. frei-tag

um 7.30 uhr sommerzeit aufgestanden.

um 7.35 uhr wieder hingelegt, ein stündchen gelesen, wohl doch noch mal eingeschlafen.

um viertel vor zehn mühselig aus dem bett gequält und mindestens 10 minuten unter der heissen dusche gestanden.

kind1 vor die entscheidung "frühstück in ruhe daheim oder kaltstart mit ikeafrühstück?" gestellt und 10 minuten später im auto gesessen.

bei ikea ein paar immens wichtige gegenstände (neue vorhänge für das wg-zimmer, einen badmülleimer und dererlei zeugs) erworben und anschließend bei poco einen sehr hellen teppich für das neue heim von kind1. 28 qm ins auto gewuchtet und in neue heim geschleppt.

14.00 uhr wieder daheim und irgendwie erledigt.
(mittagsschlaf?)

...

nachtrag: gegen mittagsschlaf und für gemütliche teestunde mit tageszeitung entschieden. ein bisschen aufgeräumt und das sofa abgesaugt. zehn umzugskisten organisiert und anschliessend im flur die testfläche gefinished (letzter anstrich, steckdosen und lampen wieder montieren und malerkrepp abpulen)

so. und jetzt bereite ich mich mal auf meine nette verabredung heute abend vor )
29.3.10 14:01


2. freiheitstag

um 7.00 uhr (winterzeit) im zimmer von kind1 nachgesehen, ob sie schon auf ist und die kurve zum unabdingbaren erste-hilfe-kurs bekommt (sie bekam!)

mit bill bufords "hitze" im bett gedümpelt. zwischendurch wohl doch noch mal ein stündchen eingeschlafen

DREI brötchen vom bäcker geholt (dabei vom regen so nass geworden, dass mir das kalte wasser von den haaren in den ausschnitt runterlief). beim frühstück ausnahmsweise mit der politikseite gestartet und erst danach dem kulturteil zugewandt.

den frühstückstisch sogar abgeräumt und die uhren umgestellt: doch schon 11 uhr; weia.

... will be continued

nachtrag 14.30:

den wintergarten gründlich gesaugt und aufgeräumt

im garten eine kleine bieneninventur gemacht, drei grosse kisten mit alten waben mitgenommen und in der küche dekorativ deponiert. die warten jetzt darauf, ausgeschnitten und desinfiziert zu werden, um anschließend mit drähten und mittelwänden versehen zu werden. (mir wird die nächsten tage garantiert nicht langweilig)

nachtrag 22:30

zwei maschinen wäsche gewaschen und aufgehängt
lange telefoniert
zum familiengeburtstag gefahren, torte und fleischklösschen gegessen (nicht auf einmal, sondern schön verteilt auf zwei mahlzeiten)
statt verdauungskoma eine testfläche im flur knallegelb gestrichen und festgestellt, dass ich als kontrast dringend noch ein ordentliches PINK benötige.

jetzt mache ich es mir mit dem epilierer und steven segal auf dem sofa gemütlich...
28.3.10 11:09


1. tag der freiheit

bis 9.30 im bett gelegen und mit frischen brötchen, tee und frühstück von kind1 verwöhnt worden

mit den männern, die gut angekommen und guter dinge sind, ein beruhigendes telefonat geführt

das künftige wg-zimmer von kind1 besichtigt und für toll befunden. sie wird dort gut und komfortabel aufgehoben sein

3-5 tassen blümchenkaffee bei der gartenfreundin getrunken

für 16 uhr mit kind1 und der gartenfreundin zum baumarktshopping verabredet

ein stück tapete auf keilrahmen gezogen und aufgehängt

ein schälchen reis mit gemüsecaponata als spätes mittagessen (rest von gestern) verzehrt

(15 uhr und noch nicht einen handschlag aufgeräumt)

nachtrag:

mit kind1, der gartenfreundin und ihrem mann, meinem mitimker, zwei angenehme stunden im baumarkt verbracht und mit wandfarbe (weiss fürs kind, knallgelbe probe für mich), einem preiswerten handwebteppich für den wintergarten, einer papierschale, zwei kräutertöpfen, blumenerde und rindenmulch für den garten zurückgekommen

in ebengleicher besetzung zum italiener und dort salat und pizza geschlemmt, anschließend verdauungskoma auf dem sofa.

mit großem vergnügen wladimir kaminers "mein leben im schrebergarten" zuende gelesen
27.3.10 15:12


das leben im konjunktiv

ich könnte bis mittags schlafen und im bett frühstücken. die nächte hindurch am computer spielen, auswärts mittag- oder abendessen.

ich könnte morgens mein buch schnappen und 100 seiten lesen, dann einen ersten tee aufbrühen und in die stadt radeln.

ich könnte mittags im garten picknicken oder nachts den flur lila und knallegelb streichen

herrliche tage liegen vor mir. ich werde sie wohl nutzen (wenn auch nicht zum schlafen/gammeln/spielen).

allein die gewissheit., das ich könnte, wenn ich wollte, reicht vollends.

(habe gerade meine männer in den bus nach österreich zum skiurlaub gesetzt)

was ist das leben schön!

(ich hab übrigens schon den ersten garten-sonnenbrand. herrlich!)
27.3.10 00:22


stieg larsson - eine triologie in zwei bänden

letztens schrieb ich ja bereits, dass mir stieg larssons erster band seiner triologie den nachtschlaf geraubt hat, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen - obwohl krimis eigentlich so gar nicht mein genre sind.

so hab ich mir natürlich zum geburtstag den zweiten band gewünscht und auch prompt bekommen. gross war die freude, als ich quasi übergangslos weiterlesen konnte.

aber - ich tat mich anfangs schwer. hundertdrölfzig personen in ebensovielen sektionen/polizeistellen etc. pp. ich brauchte gut 400 seiten, um mich einzulesen und wenn ich nicht den ersten band so toll gefunden hätte, so wäre dieses buch normalerweise nach 150 seiten in die ecke geflogen.

anstrengend fand ich den kniff des autoren, mal eben eineinhalb jahre zu überspringen. und einen anscheinend grossen kriminalfall, auf den ständig verweise erfolgten.

bis ich mir gestern - ich hatte etwa noch 100 seiten vor mir - den dritten teil der triologie bei amazon zum rechtzeitigen nachschub bestellen wollte.

angeklickt, text gelesen und gelacht. "mensch, haben die doch den falschen klappentext und inhalt dort hinterlegt, das ist doch der zweite band"

ich idiot - spätestens da hätte es ja mal "klick" machen können. dann sah ich mir mal - rein aus interesse - die beschreibung des zweiten bandes an und musste leider, leider feststellen (der ein oder andere leser hat es sicherlich schon lange vorher geahnt), dass ich mitnichten den zweiten band geschenkt bekommen und auch gelesen hatte, sondern den dritten.

DEN DRITTEN!

man, bin ich dämlich...
17.3.10 18:34


murphys gesetz

seit jahresanfang dümpelt mein arbeitsleben ruhig vor sich hin. wenige aufträge, terminlich alles gut zu wuppen, viel freizeit zwischendurch, herrlich.

dass dies nicht so bleiben würde, war ja eigentlich klar. und irgendwie ist es ja auch nur natürlich, dass gerade in der woche, in der ich geburstag habe, die hütte brennt.

drei eilige textaufträge, viel rechercheaufwand. einen umfangreicheren briefingtermin. frühstücksgäste, kaffeegäste, abends auch noch gratulanten.

vom sport und vom haushalt gar nicht zu reden - dass werde ich wohl sausen lassen.

was aber allem die krone aufsetzt, ist dieser verdammte stieg larsson. hab ich doch letztens in der bücherei mal den ersten band seiner triologie als leichte abendlektüre mitgenommen und bin voll in die falle getappt. ICH KANN NICHT MEHR AUFHÖREN, ZU LESEN. HILFE!

heute nacht bis halb drei. weckerklingeln um halb sieben. um sieben gerade mal eben so aus dem bett gequält. jetzt schreibtisch und noch nicht eine zeile getippt...

was koch ich heut mittag? was mach ich zum geburstag? kann ich noch laufen gehen? schaff ich meine aufträge alle bis donnerstag früh?

man weiss es nicht. es bleibt anstrengend, aber spannend.
9.3.10 08:59


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