gemerkt "Ich hasse Hausarbeit! Man macht die Betten, man macht den Abwasch - und ein halbes Jahr später fängt man wieder ganz von vorne an." (Joan Rivers)



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on my desk 30.11.2008

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ich drück mich ...

... seit 18 jahren vor dem anruf beim vater von kind1.

was sagt man nach so langer zeit, wenn man null kontakt hatte und sämtliche Angelegenheiten das liebe Jugendamt für einen geregelt hat?

"Hallo, ich bins nur, die mutter deiner tochter. sag mal, wär es wohl möglich, dass du dein kind bei dir krankenversichern lässt? ... ach, du bist privat versichert? ... würdest du dann vielleicht bitte wenigstens einen teil der 1300 über uns schwebenden euronen übernehmen? ... und sonst so?"

*üb*
4.8.11 00:02


recht haben - recht bekommen - trotzdem pleite

unterm strich betrachtet, hat es sich für mich überhaupt gar nicht gelohnt, meinen gatten auf trennungs- und kindesunterhalt zu verklagen.

hätte ich mal brav die schnauze gehalten, weiter gekuscht und mich mit den großzügigen 300 euro monatlich zufrieden gegeben. für oktober, november und dezember erhielt ich eine nachzahlung in höhe von 908 euro. meine anwaltkosten belaufen sich bislang auf 1700 euro. der ex hat dafür gesorgt, dass kind1 aus seiner krankenkasse/familienversicherung rausfliegt, ich muss sie rückwirkend selbst versichern (1300 euro). macht also ungefähr 3000 euronen kosten.

im februar wird der unterhalt eh neu berechnet. bis dahin habe ich dann also 3750 euro erhalten. wenn man jetzt die 3000 euro folgekosten abzieht, bleiben 750 euro für 5 monate übrig, macht also 150 euro im monat.

man muss sich die zahlen mal auf der zunge zergehen lassen (da ist man echt satt, was ja auch gut ist, schliesslich muss man dann nicht mehr so viel lebensmittel kaufen).

das beste ist noch, dass der ex den unterhalt von "seinen" ersparnissen zahlt, "muss er dann hinterher nicht mehr mit mir teilen" war der o-ton am ende unserer verhandlung vor dem amtsgericht.

wie lösen andere denn derartige probleme? mit der axt?
*hasskappe*
5.1.11 22:10


so war das mit der liebe in 2010

2010 war ein turbulentes, schwieriges und schlimmes jahr, das muss ich nicht noch einmal haben. wenngleich ich die veränderungen, die es mit sich brachte, alle sehr begrüße und willkommen heiße.

aus chaos wächst veränderung, hat mir meine kinesologin im april gesagt und auch wenn ich nicht blindlings jedem esoterischen glauben hinterher renne, so glaube ich doch, das da viel wahres dran ist.

am 1. januar habe ich meinen künftigen ex-mann angesehen und gewußt, dass ich mit diesem menschen nicht weiter zusammenleben möchte. es gab gespräche, tränen, versuche des entzerrens. letztlich hab ich mich so unter druck setzen lassen, dass ich sagte, "wir versuchens noch mal". unseres jüngsten, unserer nachbarin, unseres schönen, bequemen lebens wegen. dabei habe ich mich irgendwie ganz vergessen.

es folgten 13 sitzungen eheberatung, nach denen wir umso heftiger stritten.

dazwischen habe ich mich verliebt (es war im februar/märz). unplanmäßig. in einen sozialarbeiter, der einfach nur "nett" zu mir war, ohne sich im anschluß dafür "feiern" oder "hochleben" zu lassen. das kannte ich gar nicht. war einfach für mich da, reichte mir informationen, unterlagen rein und vermittelte mir kontakte und ansprechpartner. besah sich meine familiären baustellen und zeigte mir 1-3 türen auf.

einerseits fühlte ich mich total schlecht dabei - denn das darf ja gar nicht sein und ist ja ein total abgeschmackter klassiker bei ehekrisen - andererseits fühlte ich mich aber endlich wieder lebendig, ich fühlte wieder etwas. ich war wieder da, nachdem ich in den jahren vorher immer weiter verschwunden war.

natürlich hab ich nix gesagt. es nur einmal der gartenfreundin angedeutet, die schon seit hundert jahren mit diesem menschen befreundet ist. hab meinen kopf auf ihre tischplatte gelegt und gesagt "scheisse, ich glaub ich hab mich verliebt". ich weiss, sagte sie nur und strich mir übers haar.

hab versucht, ihn mir aus dem kopf zu schlagen, nicht dran zu denken, den kontakt zu vermeiden, ihm aus dem weg zu gehen und meine ehe zu retten, obgleich es da im grunde nichts mehr zu retten gab. aber manchmal muss man einfach seinen weg bis zum ende gehen um zu sehen, ob es auch wirklich eine sackgasse ist.

und dann, es war mitte juni, da trafen wir uns wieder, weil meine mutter für ihren verwahrlosten und kranken bruder hilfe brauchte. saß ein stündchen auf meinem balkon, sah mich nicht an und verschwand direkt, nachdem er meiner mutter das prozedere "bestellung eines gesetzlichen betreuers" erläutert hatte.

abends rief ich ihn an, weil er so schnell weg gewesen war, dass ich mich nicht mal bei ihm bedanken konnte und fragte, ob ich ihm dafür nicht ein bier spendieren könnte. und wir trafen uns im biergarten um die ecke nach irgendeinem fußballspiel. und er setzte sich mir gegenüber, nahm meine hand und sagte so wortwörtlich, dass ich alles von ihm haben könne. das hatte ich so nicht erwartet. erhofft vielleicht, aber erwartet nicht.

aber ich wollte keine affäre, sondern erst meine ehe "mit anstand" zu ende bringen. und da sagte er dann, dass er mich jetzt schon 13 jahre im kopf hätte und - wenn es sein muss - auch noch mal 13 jahre auf mich warten würde.

tja. so fing das an.

und irgendwann war es zuende, aber das ist eine andere, traurige geschichte, die ich vielleicht ein andermal erzähle.

ich lebe, ich bin frei, ich atme ein, ich atme aus.

und jetzt gehe ich zu freunden um die ecke zum silvester-basteln. zeit für eine neue girlande ...

ein frohes neues jahr euch allen,
möge euch das leben gewogen sein!
31.12.10 19:07


l´anno che verra ...

ist eine meiner liebsten italienischen balladen von LUCIO DALLA. ich mag den refrain, in dem es sinngemäß heisst "das jahr das kommt, wird in einem jahr vergehen".

in diesem jahr gibt es ausnahmsweise mal keine geburtstagsvorbereitungen zu sylvester, weil mein kleines kind diesen tag bei seinem vater verbringt. das erste mal seit neunzehn jahren kann ich machen was ich will, bin kinderfrei und herrenlos.

schwierige sache ;o)
31.12.10 00:12


weniger ist mehr

wir hatten wunderbare weihnachten, zum ersten mal seit jahren ohne stress und schlechte laune. eine echte befreiung.

wir hatten auch den kleinsten baum aller zeiten, aber ich liebe ihn und wünsche mir keinen anderen oder größeren. und das allererste mal in meinem leben habe ich mich getraut, echte kerzen zu nehmen (zusätzlich zur kleinen lichterkette).

alles ist gut, so wie es ist.

29.12.10 23:40


manchmal ...

... ist das weder halbleer noch halbvoll, sondern einfach nur zu groß.
19.11.10 12:09


leben 2.0

"du bloggst ja gar nicht mehr"
"dein blog schweigt"

was soll man auch schreiben, wenn das leben um einen herum ein chaos ist, bei dem man kräftig mitrührt.

ums kurz zu machen: mitte juni habe ICH mich von meinem mann getrennt. habe lange zeit eine bezahlbare wohnung in der nähe gesucht, um die situation für kind2 möglichst einfach zu gestalten.

vor zwei wochen bin ich nun endlich umgezogen und richte mich langsam in meinem neuen leben ein. es fühlt sich gut und richtig an.

kind1 wohnt wieder bei mir, kind2 wohnt abwechselnd eine woche bei mir, eine beim vater.

leider kommt mein künftiger ex so gar nicht mit der situation klar, versucht, die machtstrukturen aufrecht zu erhalten und es mir so schwer wie möglich zu machen.

gespräche über unseren sohn finden ausschließlich bei der erziehungsberatung statt. ich habe unterhaltsklage beim amtsgericht eingereicht und auch anzeige wegen körperverletzung. möglicherweise bekomme ich irgendwann nach jahren des prozessierens auch einen teil des mir eigentlich zustehenden vermögens. bis dahin hangele ich mich von monat zu monat und fühle mich an alte studienzeiten erinnert, wo es mitunter nur für aldibrot und teewurst (aber ein päckchen tabak) reichte.

jetzt versuche ich, meinen arsch wieder an die wand zu kriegen.

am sonntag war ich das erste mal nach drei monaten pause wieder in der muckibude, am dienstag beim yoga.

es wird langsam.
28.10.10 12:34


gefahrensucher

mich treibt ein dunkles weiss-nicht-was,
gefahren zu verneinen.

ich sitz in einem haus aus glas
und werfe doch mit steinen.

(mascha kaleko)
(so irgendwie aus dem gedächtnis repetiert)
18.5.10 22:50


erstens kommt es anders...

der letzte tag der freiheit fand sein abruptes ende in der notaufnahme des hiesigen krankenhauses. kleine fiese panikattacke, die sich als herzinfarkt-symptome verkleidet hatten. es wäre typisch für menschen in langewährenden stress-situation, dass sie in dem moment, wenn der stress nachlässt, aufhören zu funktionieren - sagte der nette notarzt, der mir sauerstoffröhrchen in die nase bohrte und ekg-elektroden anlegte.

dass man auch an stress zugrunde gehen kann sagte mir der unglaublich nette rettungssanitäter auf dem weg zur notaufnahme. und dass man manchmal besser einen schlusstrich ziehen soll.

es war jetzt nicht unbedingt eine erfahrung, die ich gerne wiederholen möchte, aber es war okay. lieber einmal öfter, als zu spät - sagten die netten orange gekleideten herren.

meine werte - abgesehen von der schilddrüse und vom kalium - waren top.

und jetzt kämpfe ich mich langsam wieder nach oben und versuche, nicht einfach nur zu funktionieren, sondern auch mal unbequem und egoistisch zu sein.

schwierige erfahrung.
vor mir liegt der kurantrag wegen burnout. ich muss ihn nur noch ausfüllen.

könnte einen oder zwei arschtritte gebrauchen. bitte treten sie jetzt!
9.4.10 23:57


letzter tag...

... das schmeckt wie gnadenbrot - schrieb meine lieblingsdichterin mascha kaleko in einem ihrer gedichte. aber es passt heute irgendwie.

gestern abend bis zwei uhr nachts am küchentisch gelacht, geweint, getrunken und geschichten erzählt. über das leben, die liebe und das sterben.

heute morgen um 9 uhr gut aus dem bett gekommen (zum glück hatte ich mich auch im wesentlichen mit hagebuttentee und einem winzigen schluck rotwein und drei schnapspralinen begnügt). ich habe ein üppiges frühstück im wintergarten genossen und musste sogar ein sonnensegel herunter lassen, so sehr brannte die sonne. ein morgen, wie er schöner nicht sein könnte.

jetzt werde ich versuchen mit wenig einsatz das maximum herauszuholen und die wohnung so aussehen zu lassen, als hätte ich die ganze woche schwer geschuftet ;o)

im flur leuchten jetzt drei wandabschnitte in strahlendem dottergelb. eigentlich müsste ich noch wenigstens eine wand in pink streichen...

das bienenzeugs ist auch noch nicht bearbeitet.

ach, was solls. ich werde meinen letzten tag ebenso genießen, wie die vorhergehenden. und was ich nicht schaffe, oder wozu ich dann doch keine lust habe, das lasse ich halt liegen...

(nachtrag: habe gerade noch mal meine einträge der letzten sieben tage nachgelesen und festgestellt, dass ich bislang weder im bett gefrühstückt, noch computer gespielt habe. zumindest letzteres kann ich heute abend ja mal nachholen. vielleicht.)

..... 16 uhr ...

das schlafzimmer ist gesaugt und aufgeräumt (ging schnell), das bad geputzt, küche, bad und treppe gewischt. im flur ist auch schon gesaugt. eine maschine wäsche gewaschen, aufgehängt, die spülmaschine gefüllt und ausgeräumt und nun drücke ich mich vor dem unvermeidlichen: dem saugen von wohn- und arbeitszimmer. ach, wie ich das verabscheue...

ach: den müll habe ich auch schon entsorgt und war sogar beim altpapiercontainer.

... 16.37 ....

huschdiwuschi die beiden zimmer gesaugt. dafür gibts keinen preis in gründlichkeit.

kollateralschaden beim versuch, in die alten löcher der flurwand die nägel einzustecken und das scheissbild wieder aufzuhängen. das fand ich eh schon immer blöde. ich geh jetzt in den keller, den gips holen. ganz schlechte laune!
2.4.10 11:42


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